Feierabend bei VARIO Helicopter

Juni 2, 2008 by hubschrauber

Oft genug habe ich von meiner harten und anstregenden Arbeit berichtet, doch es gibt auch in meinem Beruf des Büro-Hundes einen vielmals angenehmen Feierabend. Dieser führte heute über Schonderfeld zur Schleuse an der fränkischen Saale, von dort aus über die Schondra nach Gräfendorf und wieder zurück zu VARIO Helicopter.

Normalerweise gehen wir hinter dem Bahnhof durch die Siedlung über die Felder, doch der geschotterte Weg wirft zu viele Steinchen in die Sandalen der Menschen. Deshalb sind wir heute etwas länger auf der Staatsstraße geblieben und haben erst am Andreaskreuz auf den Feldweg gewechselt.

Es gibt so viel schönes zu sehen unterwegs! Die Dorfkirche von Schonderfeld im Abendlicht, ein Blick zurückauf das Jagdschloß Seewiese, ein Marterl aus Sandstein, eine Furt durch die Mäander der Saale, lustige Holzfiguren, einen Fußgängersteg für’s wasserscheue Frauchen, und bald darauf sehen wir auch schon wieder unseren Ausgangspunkt, die Firma VARIO Helicopter.

Jagdschloss SeewieseMarterl aus SandsteinFurt durch den Nebenarm der SaaleHolzfigur, eine von vielen.
Schondra vor der Mündung in die fränkische Saale.

VARIO Helicopter vor dem Tag der offenen Tür

Mai 22, 2008 by hubschrauber

Mein Freund Ben Vier Augen sehen mehr als zwei. Kontrollblick auf den Hof. Große Ereignisse werfen ganz große Schatten voraus, und die Vorbereitung erfordert viel Arbeit. Auf gute Freunde ist Verlaß, Ben hat mitgeholfen! Wir beide haben kontrolliert, daß der Rasen auf dem Flugplatz korrekt gemäht wurde. Natürlich haben wir auch die Hofreinigung überwacht. Unsere Zweibeiner waren sehr beschäftigt.

Auf dem Mönchberg im SpessartBen war nicht nur zur Saisonarbeit hier bei VARIO. In der knappen Freizeit neben dem harten Job, haben wir die Gegend erkundet, u.a. um den Mönchberg.

Wir trafen sogar einige wilde Tiere, die sich bereitwillig fotografieren ließen.
Eine neugierige Kuh. Wir treffen Steaks. Büffelherde auf der Weide.
Eine friedliche Herde, die nicht zur Stampede formatierte.
Frau Büffel hat ihr Kind vorgestellt. Kopulierende Mistkäfer beim Liebesspiel.

Tootsie ist der Boss

Gemeinsam sind wir unschlagbar, ein eingespieltes Team, aber - und dies sei ausdrücklich betont - ich bin der Boss. Ich habe die Nase vorn!

Wir können froh sein, daß es uns so gut geht, und daß wir noch fit sind. Unserem Bekannten und gelegentlichen Weggefährten Sir Bismarck (alter preußischer Adel, mit edlem Stammbaum) wurden sämtliche Zähne gezogen, weil sie auf Eiter saßen. Tapfer geht er mit dieser Situation um, eben mit standesgemäßer Contenance.

Sir Bismarck kam schon aus dem Bach, als wir dort nach der Arbeit eine wohlverdiente Abkühlung fanden. Sir Bismarck Abkühlung im Bach

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Betty ist tot

Mai 19, 2008 by hubschrauber

Nachruf auf meine beste Freundin.

Betty hatte eine Erkältung und wurde zum Tierarzt gebracht. Dort erhielt sie eine Aufbauspritze, die so anregend war, daß ihr gleich anschließend eine Beruhigungsspritze verabreicht werden mußte. Wegen des Hustens sollte die Lunge geröntgt werden, aber dies ist etwas, was meine liebe Betty noch nie mochte. Das Röntgen und der Medikamenten-Cocktail hat sie so aufgeregt, daß sie in der Praxis an einem Kollaps verstarb.

Mit ihr verliere ich eine Gefährtin, die ihr Futter mit mir geteilt hat, und die mir ihre geheimen Wasserstellen im Wald gezeigt hat.

Betty hatte so eine gute Nase, daß sie auf hunderte von Metern im voraus schon roch, wenn es am Ufer leckere Spaghetti gab. Ach, was waren das für Zeiten - Betty und ich gemeinsam beim Kanu-Urlaub auf der Lahn! Für die italienischen Nudeln, die wohl ein Camper dort entsorgt hatte, sprang die stattliche Rottweiler-Hündin trotz ihrer 50 kg sehr behende über Bord. Obwohl ich ihr nicht folgen konnte (ich schwimme nicht), habe ich ihr den Spaß von Herzen gegönnt. Betty’s Herrchen hat auch nur so getan, als ob er böse wäre. Das machen die Zweibeiner immer so, aber insgeheim lieben sie uns wie wir sind, egal was wir anstellen.

Betty, wie lustig war es doch, als Dein Herrchen immer wieder und immer energischer rief “mach Platz”. Euer Kanu war noch nicht zu sehen, aber alle in der Schleuse befindlichen Boote fuhren so eng wie möglich an den Rand und machten Platz. Als euer Kanu in Sicht kam, hast du dich echt gefreut, wie brav alle Menschen für euch Platz gemacht haben - wohl wissent, daß eigentlich du gemeint warst. Du hättest dich ins Kanu legen sollen, aber stolz und aufrecht darin zu sitzen hat dir viel mehr Spaß gemacht.

Betty, Du wirst mir in lieber Erinnerung bleiben.

Flirt mit Hubert

März 9, 2008 by hubschrauber

Was für ein Tag!

Blümchen im Sonnenschein. Bei diesem schönen Wetter konnte ich schon am ersten voll erblühten Blümchen schnuffern. Nicht daß ich mir wirklich etwas daraus machen würde, aber sie gehören einfach zum beginnenden Frühling dazu.

Was so vielversprechend begann, wurde noch viel besser - ich traf Hubert. Oder traf er mich? Wir waren auf Anhieb ein Herz und ein Hund, tollten zusammen über die sumpfigen Wiesen und hatten richtig viel Spaß zusammen.

Hubert war in Begleitung von rad- und skateboardfahrenden Menschen, die bald zum Aufbruch drängten. Ob ich ihn jemals wiedersehen werde?

Hubert und Tootsie
Mein neuer Freund wurde im Tierheim in Würzburg getauft, und ich finde der Name Hubert paßt zu einem so stattlichen Schäferhund wie ihm.

Hochwasser kontra Hochrechnung

März 3, 2008 by hubschrauber

Ich bin nachhaltig entrüstet, was mir als gepflegter Vierbeinerdame mittleren Alters zugemutet wird. Gestern, am Wahlsonntag, wurden mir die Auswirkungen so richtig bewußt. Nein, nicht die von der Wahl, ich meine das Sturmtief “Emma”.  Ohne philosophisch klingen zu wollen, ist so ein echtes Sturmtief aber schon einer falschen Regierung vorzuziehen.

Auf jeden Fall stand ich vor dem realen Problem, Gassi schwimmen zu müssen. Also fiel Spazierengehen im weitesten Sinne aus und das Hochwasser war Schuld daran, daß ich mir obendrein auch noch Hochrechnungen anhören mußte.

Hochwasser am Wahlsonntag.

Von Néo zu Neozoon

Februar 24, 2008 by hubschrauber

Auf dem Heimweg haben wir gestern einen Waschbären getroffen; an den beiden vorherigen Tagen war es jeweils nur ein Fuchs, wenn auch stattlicher Figur. Die Entfernung war jedoch immer so groß, daß wohl keiner von ihnen zu Hause erzählen konnte, er wäre Tootsie begegnet.

Waschbären finden hier optimalen Lebensraum (Mischwald mit ausreichender Wasserversorgung) und prima Schlafquartier, da sie gerne in verlassenen Dachsbauten wohnen.

Einem Dachs stand ich auch schon gegenüber; die Distanz betrug nur etwa 20 m. Wir haben damals beide beschlossen einander zu respektieren, und der Abstand zwischen uns vergrößerte sich wieder. Taktischer Rückzug!

Wenn es sich bei Neozoen um Tierarten handelt, die durch den Einfluß von Menschen umgesiedelt wurde (so auch der Waschbär), um anderen Orts seßhaft zu werden, beziehe ich den Beinamen auch auf mich.

Ein Mensch (näheres ist hierzu ja noch nicht bekannt) brachte mich von Illinois nach Deutschland, und ein anderer Mensch holte mich aus einem weit entfernten Tierheim. Ja, Neozoon paßt auf mich und das ist chic.

Viele schmücken sich derzeit mit der Vorsilbe “neo”, um Wortschöpfungen zu kreieren, deren Sinn schwer verständlich ist. Nehmen wir beispielsweise neo-konservativ, dann könnte ich aus meiner Sicht vermuten, es würde sich um einen temporären Futterwechsel gehandelt haben, nach dem man reumütig zu seinem alten Freßchen zurückkehrt.

Auf meinen französischen Freund Néo, der kurzzeitig von meinem Napf naschen durfte, könnte das ja gerade noch zutreffen. Was diese Wortkreation neo-konservativ tatsächlich bedeutet, hat bis jetzt noch keiner mit endgültiger Gewißheit herausgefunden. Dann doch lieber zweimal umgesiedelter Neozoon - und ich bin mir der Bedeutung bewußt.

Neo-liberal paßte natürlich auch zu mir, da ich andere aus meinem Napf naschen lasse, wohlwissend, daß mir dies garantiert mit einer extra Portion Leckerli vergolten wird. Ich tausche simples Futter gegen Leckerbissen ein, was mich doch glatt an die marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung im Neoliberalismus denken läßt. Da “neoliberal” aber längst zu einem Modewort avancierte, das zu einem Deckmantel für alles und jedes herhalten muß, bleibe ich einfach Hund - ohne Definitionsproblematik.

Bonjour, je suis Néo

Februar 22, 2008 by hubschrauber

Bonjour, je suis Néo

Je suis de Pau, en France. J’ai rendu visite à Tootsie car mon maître, William Martinez, est un partenaire de VARIO Hélicoptère. Je suis impatient de me rendre en Allemagne pour profiter de la bonne bouffe!

Einsame Wanderung

Februar 17, 2008 by hubschrauber

Weil mein Freund Ben sein krankes Frauchen bewacht, bin ich heute alleine mit meinem Zweibeiner unterwegs gewesen.

Einige Krähen fühlten sich durch uns gestört, zwei Tauben konnten wir hören und sonst gab es nur einiges Tschilpen, das an frierende Spatzen erinnerte. Drei Flugzeuge kamen in relativer Nähe vorbei, dem Klang nach einmotorige.

Kein Vierbeiner, nicht einmal ein anderer Zweibeiner ist uns während der 2-stündigen Wanderung begegnet. Dabei sind wir auf regulär ausgeschilderten Wegen gelaufen. Es gab nicht einmal in der Nachbarschaft jemanden zu begrüßen, da Fridolin mit Familie im warmen Stall war und nur einige Hühner zu sehen waren.

Mir hat es trotzdem gut gefallen, weil es viel zu schnüffeln gab!

Tootsie-Mobil

Februar 8, 2008 by hubschrauber

Heute richte ich mich mit einem Appell an alle Artgenossen:

Geniert euch nicht und ziert euch nicht, nehmt ruhig auch mal eine Rikscha!

Früher machte es mir nichts aus, vor dem Fahrrad zur Arbeit zu laufen und abends genauso munter den Rückweg anzutreten. Dann kam eine Zeit, in der ich 11 km einfache Strecke bei mttlerem Tempo noch bewältigen konnte, doch heute leiste ich mir den Luxus einer gemütlicheren Art der Fortbewegung.

Tootsie-Mobil

Rikscha fahren ist eine sehr komfortable Angelegenheit, ich kann es nur empfehlen!

Fasching ist schön

Februar 3, 2008 by hubschrauber

Unser zweibeiniges Adoptiv-Rudel folgt gerne unseren Spürnasen. An Fasching, wenn es überall lärmt, gehen die Zweibeiner noch viel länger mit uns spazieren und viel tiefer in den Wald hinein.

So betrachtet ist Fastnacht wirklich schön.
Ben und Tootsie

Der große Blonde neben mir ist übrigens Ben, mein bester Freund.